Vermögensbildung durch ethische Geldanlage

Viele Kunden möchten nicht nur ihr Vermögen sichern und erweitern, sondern mit ihrem Geld auch Gutes tun. Dies bildet die Geschäftsgrundlage von Ethikbanken. Diese Banken weisen einige Besonderheiten auf, wenngleich sie in vielen wesentlichen Punkten den üblichen Banken ähneln. Gleichwohl sind einige ihrer angebotenen Geldanlagen nicht ohne Risiko.

Zu den Ethikbanken mit einer längeren Geschäftstradition gehören die Triodos Bank, GLS Bank, die Umweltbank, und die . Daneben gibt es noch eine Reihe kirchlicher Banken wie die Pax-Bank oder die Liga-Bank, die auch zu den “ethischen” Geldhäusern gehören. Auffällig ist bei den Banken, dass sie ähnlich wie alle übrigen Banken bankgängige Produkte wie , Festgeld, Girokonten und Sparpläne anbieten. Darüber hinaus verpflichten sich diese Banken, ihre Geschäfte nur in ganz bestimmten, als besonders “ethisch” eingestuften Geschäftsbereichen zu tätigen. So sind etwa Investitionen in Tabak, Alkohol oder Rüstungsartikel bei diesen Banken verboten. Auch bieten diese Banken ihren Kunden eine Auswahl von Projekten an, in der sie ihr Geld investieren können. Diese Mitentscheidungsmöglichkeit ist etwas, was viele Kunden schätzen.

Was die Konditionen anbelangt, so liegen die Ethikbanken meist im Mittelfeld der Anbieter, wenn es um herkömmliche Bankprodukte wie Tagesgeld oder Girokonto geht. Neben diesen Produkten bieten die ethischen Banken häufig auch eine Reihe von Fonds und Anleihen an, die in erneuerbare Energien investieren. Hier können Renditen zwischen fünf und zehn Prozent pro Jahr erreicht werden. Neben dieser Renditeaussicht werben diese Banken mit der steigenden Nachfragen nach grüner Energie sowie mit der zunehmenden staatlichen Subventionierung dieser Branche.

Trotz dieser Aussichten auf eine sehr gute mit diesen Investitionen in grüne Produkte, sollte man sich als Kunde auch der Risiken dieser Produkte bewusst sein. Nur weil ein Fondspaket von einer Ethikbank angeboten wird, bedeutet dies nicht, dass die ohne Risiko wäre. Es kann auch hier zu den üblichen Marktschwankungen kommen. Darüber hinaus sollte man sich angesichts der hohen Staatsverschuldung der Bundesrepublik nicht auf üppige Subventionen in diese Produkte für alle Ewigkeiten verlassen.

Schließlich sollten die Kunden unbedingt wert auf Informationen legen, die sich mit der Einlagensicherung der Banken beschäftigen. Hier ist es oft so, dass diese Banken nur der gesetzlichen Einlagensicherung angehören und darüber hinaus keinem weiteren Einlagensicherung angehören. Das heißt, dass im Insolvenzfalle nur Guthaben bis 100 000 Euro abgesichert sind. Als letztes sollten die Kunden einer Ethikbank auch wissen, dass diese Bankrott gehen können, wie das unrühmliche Beispiel der Noa-Bank, einer weiteren Ethikbank, im vergangenen Jahr zeigte.

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