Geldabheben und Überweisen in der EU
Zwar gibt es bereits seit 2009 eine EU-Richtlinie, die Bestimmungen für den Zahlungsverkehr im europäischen Binnenmarkt trifft. Trotzdem gibt es aber immer noch unüberschaubare Gebühren bei internationalen Überweisungen oder Lastschriften. Und will man während des Urlaubes mit der Kreditkarte Geld im Ferienland abheben, so können je einmalige Gebühren bis zu 7,50 Euro selbst innerhalb der Euro-Zone anfallen!
Hier will Brüssel eingreifen und die Lage von Urlaubern verbessern. Die EU-Kommission hat vor, ein einheitliches europäisches Zahlungssystem namens SEPA (Single Europayments Area) einzuführen, das die Stärkung des Verbraucherschutzes zum Ziel hat. Die 27 nationalen Systeme sollen spätestens in zwei Jahren auf dieses System umgestellt sein. Dadurch sollen grenzüberschreitende Überweisungen nicht nur einfacher, sondern vor allem auch kostengünstiger erfolgen.
Denn zurzeit herrscht ein Wildwuchs an Gebühren. Insbesondere außerhalb der Euro-Zone werden deftige Gebühren kassiert. Aber auch bei Überweisungen im Euro-Raum kann es zu bösen Überraschungen kommen. Oft erhebt nämlich nicht nur durch die Bank des Absenders hohe Gebühren, sondern auch die des Empfängers! Demnach bleibt den Verbrauchern nichts anderes übrig, als in beiden Ländern nach den Kosten zu fragen. Oft dürfte es jedoch schwierig sein, Information über die Gebühren der ausländischen Bank zu erhalten. Vorsicht ist auch beim Geldabheben am Automaten geboten. Manchmal werden die Gebühren nämlich nicht auf dem Screen angezeigt.
Für Kreditkarten gilt: Das Angebot ist aufgrund der steigenden beliebtheit der Kreditkarte als Zahlungsmittel inziwschen mehr als unübersichtlich geworden. Daher ist vor dem Abschluss eines Kreditkartenvertrages unbedingt erforderlich, die verschiedenen Angebote im Vergleich gründlich zu prüfen. Nur so kann man ein günstiges Angebot finden.
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